Speicher 2026 – lohnt sich das schon?
Ein Speicher hebt deinen Eigenverbrauch – also den Anteil des Solarstroms, den du selbst nutzt statt zu verschenken. Ohne Speicher liegt der bei 20 bis 65 %, mit einem kleinen Speicher bei 65 bis 90 %.
Wie groß?
Die Faustregel lautet 1 bis 1,6 kWh je Kilowatt Modulleistung. Bei 800 Wp sind das etwa 0,7 bis 1,3 kWh. Alle Quellen nennen 1 bis 2 kWh nutzbare Kapazität als sinnvollen Bereich. Größer bringt kaum mehr, weil ein 800-Watt-Wechselrichter gar nicht genug nachliefert.
Was es bringt
| Kennzahl | Wert |
|---|---|
| Marktpreis 2026 | rund 450 € je kWh nutzbare Kapazität |
| Mehrertrag pro Jahr | typisch 60–120 € |
| Amortisation nur des Speichers | 5–10 Jahre |
| Verluste beim Laden/Entladen | 5–10 % |
| Kapazitätsverlust | 1–2 % pro Jahr |
Stiftung Warentest, März 2026: Von fünf getesteten Speichern überschritten alle die Grenzwerte für elektromagnetische Störungen – flackernde Fernseher, brummende Lautsprecher, abreißendes WLAN. Drei bekamen die Note „Mangelhaft“. Ein Gerät lieferte statt 2,11 nur 1,54 kWh. Bei vier Geräten drang im Starkregentest Wasser in die Steckdosen ein.
Ein Netzfilter für 20 bis 50 € behebt das Störproblem meist. Trotzdem: Kauf nicht blind nach Kapazitätsangabe, sondern nach Testergebnis.
Wann sich ein Speicher lohnt
- Du bist tagsüber außer Haus und verbrauchst abends viel.
- Dein Strompreis liegt über 35 Cent je Kilowattstunde.
- Nicht sinnvoll bei kleinem Verbrauch oder wenn ohnehin tagsüber jemand zu Hause ist – dann ist der Eigenverbrauch schon hoch.
Anmeldung: Kleine Speicher unter 2 kWh muss man derzeit noch zusätzlich beim Netzbetreiber melden. Mit der geplanten Überarbeitung der VDE AR-N 4105 soll das 2026 wegfallen. Manche Netzbetreiber verzichten schon jetzt darauf.
Quellen
- Stiftung Warentest – Speicher für Balkonkraftwerke (19.03.2026)
- Recherchebericht Balkonkraftwerke 2026, Abschnitt 5
Stand Juli 2026. Dieser Beitrag ersetzt keine Rechtsberatung.