Süd, Ost oder West – was dein Balkon wirklich hergibt
Zwei Dinge bestimmen den Ertrag: wohin die Module zeigen (Ausrichtung) und wie steil sie hängen (Neigung). Beide Faktoren multiplizieren sich.
Ausrichtung
| Richtung | Anteil vom Bestwert |
|---|---|
| Süd | 100 % |
| Südost / Südwest | 95 % |
| Ost / West | 80 % |
| Nordost / Nordwest | 60 % |
| Nord | 50 % |
Neigung
| Neigung | Anteil vom Bestwert |
|---|---|
| 30–35° (optimal) | 100 % |
| 20–40° | 97–99 % |
| 15° oder 50° | 93 % |
| 0° (flach liegend) | 88 % |
| 70° (typisches Balkongeländer) | 85 % |
| 90° (senkrecht) | 70–75 % |
Senkrecht ist nicht nur schlechter. Im Winter steht die Sonne tief und trifft steile Module besser – der Ertrag verteilt sich gleichmäßiger übers Jahr. Wer viel im Winter verbraucht, verliert weniger, als die Jahreszahl vermuten lässt.
Drei Beispiele
- Berlin, Süd, 800 Wp, 70 Grad geneigt: rund 550–650 kWh im Jahr.
- München, Südwest, 800 Wp, 30 Grad: rund 780 kWh im Jahr.
- Köln, Ost, 800 Wp, 30 Grad: rund 620 kWh im Jahr.
Unser Rechner nimmt diese Faktoren nicht als Faustformel, sondern holt für deine Postleitzahl die echten Einstrahlungsdaten der EU-Datenbank PVGIS – stundengenau über ein ganzes Jahr.
Quellen
- PVGIS – EU-Kommission, Joint Research Centre
- Recherchebericht Balkonkraftwerke 2026, Abschnitt 2
Stand Juli 2026. Dieser Beitrag ersetzt keine Rechtsberatung.